Ressourcenstärkende Methodik
Die Ressourstärkende Methodik konzentriert sich vor allem darauf im Hier und Jetzt wirksame Ressourcen zu erarbeiten, um Wege aus Belastung und Krise zu finden. Sie unterstützt bei Traumafolgestörungen und akuten seelischen Belastungen wie vegetativer Übererregbarkeit, Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit (Zeichen anhaltender Stress- und Alarmreaktion), Reizbarkeit, Überwachsamkeit und Konzentrationsstörungen, Alpträumen, Flashbacks, Körpererinnerungen, Vermeidungsverhalten, Rückzug sowie Angststörungen, Depressionen und Bindungsstörungen. Durch die Stärkung der Selbstwirksamkeit, Autonomie und Selbstbestimmung sowie der Resilienz werden Sie Schritt für Schritt wieder handlungsfähig und können so mit mehr Freude und Leichtigkeit durch Ihr Leben gehen.
Was genau kann ich mir unter ressourcenorientierter Methodik vorstellen?
Ressourcenarbeit ist ein essenzieller Bestandteil der psychologischen Praxis, der darauf abzielt, individuelle Stärken, Fähigkeiten und unterstützende Elemente im Leben bewusst zu aktivieren und auszubauen. Dabei steht die Stabilisierung im Vordergrund: Sie bildet den sicheren Boden, auf dem du lernen kannst, dich weniger ausgeliefert zu fühlen, deine Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen und mehr Freude in deinen Alltag zu integrieren. Unterschiedliche Methoden kommen hierbei zum Einsatz, die stützend, lösend und achtsam-konfrontativ wirken. Entspannungsverfahren, die Aktivierung persönlicher Ressourcen und das Erleben von Selbstwirksamkeit helfen dabei, das Selbstwertgefühl und die Körperwahrnehmung zu stärken. Schritt für Schritt können belastende Ereignisse so verarbeitet und sinnvoll in das Leben integriert werden.
Stabilisierung: Die Grundlage eines erfolgreichen Prozesses
Stabilisierung bedeutet nicht nur, innere und äußere Ressourcen zu erkennen und zu stärken. Vielmehr geht es darum, die Fähigkeit zur Regulation von Gefühlen und inneren Spannungen wiederzuerlangen. In der Therapie lernen Sie, Ihre Symptome zu verstehen und Wege zu finden, wie Sie diese im Alltag kontrollieren und selbstwirksam begegnen können. Mit zunehmender Stabilität nehmen belastende Symptome ab, und Lebensfreude sowie Entspannung werden wieder spürbar. Diese Basis bereitet Sie auf die nächsten Schritte im therapeutischen Prozess vor.
Achtsame Konfrontation: Belastungen bewusst begegnen
In der Phase der achtsamen Konfrontation geht es darum, belastende Ereignisse oder damit verbundene körperliche Empfindungen behutsam zu verarbeiten. Dabei stehen Ihre individuellen Ressourcen im Mittelpunkt: Diese helfen dir, schwierige Erfahrungen zu integrieren, ohne sie zwangsweise erneut durchleben zu müssen. Wichtig ist, die eigene Rolle neu zu bewerten und sich nicht mehr ausschließlich als Opfer zu sehen, sondern als Gestalter der eigenen Reaktionen und Entwicklung. Dies ermöglicht ein neues Selbstverständnis, das Stärke und Selbstvertrauen fördert.
Integration: Zurück ins Leben finden
Die Integrationsphase ist darauf ausgerichtet, die gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten in den Alltag zu übertragen. Hierbei unterstütze ich dich dabei, soziale Kompetenzen auszubauen, neue Perspektiven zu entwickeln und deine Möglichkeiten zur Lebensgestaltung zu festigen. Dieser Prozess hilft dir, nicht nur mit belastenden Ereignissen umzugehen, sondern auch neue Ziele und Wege zu finden, die dein Leben bereichern und stabilisieren.
Einen selbstwirksamen Umgang mit seelischer Belastung finden
Durch die bewusste Wahrnehmung eigener Stärken, positiver Erfahrungen und unterstützender Elemente im Leben können Betroffene lernen, ihre Resilienz gezielt zu fördern. Diese Methode hilft, die Perspektive von den Belastungen hin zu den bereits vorhandenen Fähigkeiten zu lenken. Ressourcenarbeit bietet nicht nur eine stabile Grundlage für den Umgang mit Herausforderungen, sondern vermittelt auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit und Kontrolle. Wer sich seiner Ressourcen bewusst wird, kann sich selbst gezielt stärken und neue Lösungswege entwickeln. So entsteht ein wertvoller Raum, in dem Belastungen nicht mehr nur als Bedrohung empfunden werden, sondern als Chancen für persönliches Wachstum.
Methoden:
Somatic Experiencing (SE)®
Somatic Experiencing ist ein von Dr. Peter A. Levine entwickelter körperorientierter Ansätze zur Lösung von Traumata und dem damit verbunden Stress. Es eignet sich zur Überwindung von Schocktrauma (z.B. durch einen Unfall, Schock, Verlust) und zur Transformation von frühem Bindungs- und Entwicklungstrauma (z.B. durch Vernachlässigung und sexuellen Missbrauch).
Im SE liegt der Fokus darauf, mit überwältigenden Lebenserfahrungen zu arbeiten und die Selbstregulierungsfähigkeit des Nervensystems zu unterstützen. Nach einem traumatischen Ereignis kann es vorkommen, dass unser Nervensystem im Zustand permanenter Alarmbereitschaft verharrt. SE ermöglicht es, diese innere Alarmreaktion zu lösen und wieder in einen Zustand der Entspannung zu gelangen, ohne dass das Trauma erneut durchlebt werden muss.
Durch ein ganzheitliches Spürwahrnehmen ist es möglich, die im Nervensystem gebundene Energie zu lösen, auch ohne sich an die genaue Ursache des Traumas erinnern zu müssen.
Ein zentraler Ansatz dabei ist die Arbeit in kleinen Schritten. Da Reaktionen auf Bedrohungssituationen instinktiv und von unserem Stammhirn gesteuert sind, können wir sie nicht allein durch Willensentscheidungen oder Intellekt beeinflussen. Im SE wurde daher eine neue Strategie entwickelt, um dem Trauma zu begegnen. Durch behutsames Heranführen an die instinktiven Körperempfindungen, den Aufbau von Ressourcen und die Arbeit in kleinen Schritten wird vermieden, dass eine erneute Trauma-Erfahrung ausgelöst wird.
Oft ist es dann möglich, die körperlichen und psychischen Symptome, die infolge des Traumas entstanden sind, erfolgreich aufzulösen.
Arbeit mit inneren Anteilen (Ego-States)
siehe systemische Methodik
"TRE" (tension and trauma release exercises):
Körper und Geist sind miteinander verbunden. Das ist nicht einfach nur eine Aussage, sondern wissenschaftlich belegt.
Extremer Stress der z.B. mit traumatischen Erfahrungen einhergeht, drückt sich u.a. durch eine reflexartige Anspannung der Muskulatur aus.
Hormone wie Adrenalin sorgen dafür, dass sich die Muskeln unbewusst anspannen. Das Muskelgewebe verhärtet sich dabei meist chronisch, weil die Aktivierung durch das Ereignis nicht gelöst wurde.
Tension & Trauma Releasing Exercises ist eine von Dr. David Berceli, entwickelte, einfach zu erlernende Übungsreihe, die es Körper und Psyche ermöglicht durch ein bewusst ausgelöstes Zittern zu einem natürlichen Gleichgewicht zurückzukehren. Das Zittern wird dabei mit Hilfe von speziellen Körperübungen hervorgerufen.
Die durch die traumatische Reaktion und der damit verbundenen Anspannung blockierten Muskeln erfahren durch das Zittern (neurogenes Zittern) Entspannung.
Zittern ist eine natürliche Reaktion zur Auflösung der Überspannung des Körpers, die wir aber leider meist unbewusst unterdrücken.
Bei kleinen Kindern und Tieren kann man diesen Reflex noch gut beobachten, wenn sie Angst haben, Druck empfinden oder auch Ekel verspüren zittern sie. Erwachsene lassen das meist nicht zu, da Zittern häufig als Zeichen der Schwäche gesehen wird.
Dabei ist es ein extrem hilfreicher angeborener Mechanismus, der dem Körper hilft:
Es ist die Fähigkeit Anspannung aufzulösen und Entspannung in den Körper zu bringen. Und durch die Auflösung der körperlichen Anspannung können sogar Traumafolgestörungen wie Überaktivität, hoher Blutdruck, extreme Passivität und Erstarrung transformiert werden.
Wenn das Zittern aber ausbleibt, bekommt der Körper nicht das Signal, dass die angespannte Situation vorbei ist und die Entspannung setzt nicht ein.
Beim „neurogenen Zittern“ nun geht es nicht nur darum, das Zittern zuzulassen, wenn der Körper es verlangt. Man lernt es bewusst an- und ausschalten. So können wir dem Zittern nachspüren und beobachten wie sich die An- und Verspannungen lösen.
Du erfährst dich nicht mehr als ausgeliefert, sondern du erfährst Selbstwirksamkeit.
Die Folgen eines Traumas werden gemildert und es wird eine Grundlage dafür gelegt, dass sich dein Nervensystem beruhigen und regulieren kann, da es nicht mehr dauerhaft aktiviert ist.
Hypnotherapie/PITT (Psycho-Imaginative-Traumatherapie nach
Luise Reddemann)/Seelenreisen
siehe Hypnotherapie
Mögliche Ziele:
– Ressourcen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren
– Stabilisierung
– mehr Lebensfreude
– Verständnis und Mitgefühl für sich selber zu entwickeln
– wieder Vertrauen, Sicherheit und Stabilität zu erlangen
– effektive Selbsthilfemethoden zu erlernen und anzuwenden
– die Traumatisierung aufzuarbeiten und ins Leben zu integrieren