Psychotherapie Traumatherapie Köln Rösrath

Systemische Methodik


Die Systemische Methodik ist lösungsorient und betrachtet den Menschen als Teil eines sozialen Systems. Es wird der Kontext betrachtet, in dem er sich bewegt und der ihn geprägt hat und die Glaubenssätze und mindsets, die sich aus diesem Kontext entwickelt haben. 

Erkennen, verstehen, handeln.

Das Glück deines Lebens
hängt von der Beschaffenheit
deiner Gedanken ab.
(Marcus Aurelius)


Warum handeln wir in bestimmten Kontexten so wie wir es tun, auch wenn es uns nicht gut tut und wir das eigentlich wissen? 
Wieso begegnen uns immer wieder ähnliche Situationen, in denen wir uns nicht wohl fühlen? 
Welche Glaubenssätze wiederholen Sie immer wieder?
Welche Rollen nehmen Sie in Ihrem Leben ein und wie verhalten Sie sich in diesen Rollen?

Glaubenssätze sind innere Überzeugungen über die Welt und sich selbst. Auf der einen Seite geben sie Orientierung und machen die Welt überschaubarer, auf der anderen Seite können vor allem negative Glaubenssätze Ihr Leben negativ beeinflussen. 
Positive Glaubenssätze werden Affirmationen genannt und können eingesetzt werden, um die (negativen) Gedanken, die für Ihr Leben nicht förderlich sind, zu verändern. 


Welche Wirkung haben Glaubenssätze auf unser Leben?

Die Macht der Gedanken ist sehr kraftvoll.
Wenn du vor allem das Negative im Leben siehst, wirst du das auch immer wieder anziehen. Wenn du z.B. denkst, dass deine Umgebung es schlecht mit dir meint, wirst du immer wieder Situationen erleben, die dich darin bestätigen. Der Glaubenssatz wird bekräftigt und nach und nach zu einer selbst erfüllenden Prophezeiung werden.

Beispiel: Angst vor dem Versagen
Du gehst in eine wichtige Prüfung mit der Einstellung „das wird niemals klappen“. 
Unbewusst beeinflusst dies dein Verhalten so sehr, dass die Wahrscheinlichkeit,  schlecht abzuschneiden, deutlich steigt.

Im Gegenzug können positive Glaubenssätze (Affirmationen) unterstützend wirken.
Wenn du dich z.B. vor der Prüfung bestärkst und dich bewusst daran erinnerst, dass du gut gelernt hast. und gut vorbereitet bist wirkt dies beruhigend und stärkend auf dein Empfinden, was die Wahrscheinlichkeit, dass du die Prüfung meisterst, deutlich erhöht.

Beispiele von Negativen Glaubenssätzen:

– Ich schaffe das nie
– Keiner interessiert sich für mich
– Andere sind wichtiger, als ich
– Ich bin nichts wert
– Das Leben ist kein Zuckerschlecken
– Ich bin zu alt (oder zu jung) dafür

Beispiele von Positiven Glaubenssätzen (Affirmationen):

– Ich fühle mich sicher und gut vorbereitet
– Ich verdiene es glücklich zu sein
– Ich habe alles, was ich brauche
– Ich vertraue mir
– Ich erkenne was gut für mich ist und handle danach
– Ich kann alles in meinem Leben erreichen



Sich selbst eine positive Ausgangssituation erschaffen.

Um die negativen Glaubenssätze aufzulösen und ein positives Mindset zu stärken, geht es zunächst darum, die Glaubenssätze z.B. in deinen Alltagsgedanken und in deiner Kommunikation zu entlarven und daraufhin die Herkunft und die Kontexte für diese Muster zu ergründen.

Wenn wir die Glaubenssätze, die dein Leben blockieren, entlarvt haben, können wir uns daran machen, die (oft familiären) Kontexte aufzuarbeiten und durch die Integration von förderlichen und unterstützenden Grundannahmen und Überzeugungen (Affirmationen) die negativen Glaubenssätze abzuschwächen oder sogar ganz aufzulösen.
So kannst du dir Stück für Stück ein förderliches Lebenskonzept aufbauen und eine positive und optimistische Grundeinstellung integrieren.

Ein weiteres Element der Systemischen Methodik ist die:


Arbeit mit den inneren Anteilen

Diese wurde von den US-Amerikanern John und Helen Watkins ab 1980 aus der Traumatherapie entwickelt. Sie hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen und wird heute nicht nur bei Problemen, sondern auch zur Stärkung und Ressourcenaktivierung eingesetzt.


Nach der Theorie der inneren Anteile ist ein Mensch nicht eindimensional und auf eine bestimmte Persönlichkeitsausprägung festlegbar. Er hat stattdessen viele spannende Facetten. 
Jede Facette, jeder Anteil unserer Persönlichkeit hat ihre eigene Funktion, ihre eigenen Ansichten und ihre eigene Art zu kommunizieren.
Die Anteile (ego-states) verkörpern die verschiedenen Persönlichkeitsanteile, die mit den inneren Stimmen (darunter fallen auch die Glaubenssätze), die ein Mensch in sich trägt, verbunden sind.
Sie vertreten unterschiedliche Bedürfnisse, Stärken und Selbstschutzmechanismen, die im Laufe des Lebens, z.B. durch die Prägung in der Familie und durch das soziale Umfeld entstanden sind. 
Das Ziel der Ego-State-Therapie ist Integration, d.h. dass die verschiedenen Ich Zustände in harmonischen Beziehungen miteinander existieren. 


Beispiel für innere Anteile:


Der innere Kritiker.versus der Abenteurer
Unser innerer Kritiker ist gewöhnlich eher streng. Er will uns vor Dummheiten bewahren und mahnt davor bestimmte Dinge sein zu lassen, er macht auf Gefahren und Möglichkeiten des Scheiterns aufmerksam, während z.B. unser abenteuerlustiger Anteil möchte, dass wir Spaß haben und neue Dinge ausprobieren.
 
Je nach Situation können unterschiedliche Persönlichkeitsanteile auftauchen und miteinander in Konflikte treten.
Dabei stehen Innere Anteile oftmals in ähnlicher Weise zueinander wie Familienmitglieder:
Im besten Fall tauschen sie Informationen aus, kommunizieren kreativ und respektvoll miteinander und verfolgen z.B. gemeinsame Ziele.
Ganz anders aber sieht es aus, wenn die Persönlichkeitsanteile untereinander uneinig sind, wie in unserem oberen Beispiel.
 
In der Teile-Arbeit geht es darum, jeden Persönlichkeitsanteil in ein Wirkungsfeld zu integrieren, in dem er unterstützend agieren kann. So kann z.B. ein ängstlicher Anteil, der bei einem Vorstellungsgespräch eher ausbremsend wirkt, in einer Gefahrensituation unser Überleben sichern und unterstützend wirken.

Mit einem funktionierenden inneren Team und unterstützenden Glaubenssätzen ist Ihr Weg frei, das Leben auf den Weg zu bringen, das Sie sich wirklich wünschen.

Neue Handlungsoptionen, Möglichkeiten und Fähigkeiten entstehen, so dass sich Ihre Aktionsfelder und das individuelle Spektrum und die Zufriedenheit in Bezug auf Ihre Lebens- und Beziehungsgestaltung (zu sich selbst und zu anderen) systematisch erweitern können. 

Mögliche Ziele:

– alte hemmende Glaubenssätze aufzulösen und positive zu integrieren

– innere Anteile des Selbst zu identifizieren und zu integrieren

– ein zufriedeneres und erfüllteres Leben zu führen

– besser mit Stress umgehen zu lernen oder ihn garnicht erst aufkommen lassen

– schwierige Situationen und Entscheidungen zu meistern

– Beziehungsprobleme und Konfliktsituationen verstehen zu können und zu lösen

– Krisen besser zu bewältigen

– dein wahres Potential leben zu können

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